Am vergangenen Samstag durften wir die Trauung unserer Flötistin Franziska, geb. Kerle und ihres Mannes Gabriel in der Lambertuskirche musikalisch begleiten.
Zum feierlichen Einzug spielten wir die Entrada aus der „Little Concert Suite“, und später die Gigue aus demselben Werk. Gabriels Oboe erklang dann nach der Vermählung. Anschließend versammelten wir uns vor der Kirche, um dem Brautpaar und seinen Gästen noch mit Märschen und Polkas eine kleine Freude zu bereiten. Bei der von Franzi gewünschten Polka „Wir Musikanten“ dirigierten Braut und Bräutigam dann auch selbst einige Takte.
Vorsitzende Simone Klinger hielt eine kleine Ansprache und überreichte dem frischgebackenen Ehepaar ein Geschenk.
Franziska wurde die Nähe zum Musikverein in die Wiege gelegt: Ihr Opa Hans Schneider war dem Musikverein schon 1965 als passives Mitglied beigetreten und unterstützte uns jederzeit als Gast und auch finanziell. Seine Frau Ursel führt diese Tradition fort. 2003 begann Franzi mit der Blockflöte, wechselte später mit der Querflöte ins Jugendorchester und spielt seit 2009 im Hauptorchester. Zwischenzeitlich legte sie eine studiumsbedingte Pause ein, ist aber zuletzt wieder fest im Orchester dabei gewesen. Umso mehr schmerzt es uns, dass Franziska und Gabriel ihren gemeinsamen Lebensmittelpunkt in die USA verlegen werden. Wie Simone Klinger in ihrer Rede betonte, sind unsere Türen für Franziska jedoch jederzeit offen – ob bei einem Besuch, einer Probe oder einem Konzert.
Liebe Franzi, lieber Gabe, möge eure Ehe sein wie ein gutes Werk sinfonischer Blasmusik – getragen von einem stabilen Grundton, bereichert durch liebevolle Variationen, spannende Modulationen und immer wieder neue Klangfarben, lebendig wie ein fröhliches Scherzo, immer wieder neu beflügelt durch ein hoffnungsvolles Crescendo und vollendet in einer Harmonie, die nie verklingt.








